Auswahl von Medienangeboten Flash Cards

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Title: Auswahl von Medienangeboten
Description: Selektion, Heuristiken, Motive
Number of Cards: 22
Save Count: 0
Author: HuyenVoDieu
Created: 2012-02-04
Tags: heuristiken motive selektion
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    • Question
    • Answer
    • Side 3
    • präkommunikative Phase
    • findet vor dem Medienkonsum statt

      Variablen, die Wirkungen beeinflussen spielen hier eine Rolle

      → Auswahl des Mediums (z.B. Einschalten des TV-Geräts)

      → Auswahl einer Sendung
    • Mediennutzungsforschung
    • kommunikative Phase
    • selektive Verarbeitung von einzelnen Informationen während der Rezeption
    • Mediennutzungs- und Wirkungsforschung
    • postkommunikative Phase
    • selektive Erinnerung an einzelne Informationen
      → Reflexion nach der Rezeption
    • Mediennutzungs-, Wirkungs- und Aneignungsforschung

      (wie wird die Nutzung in den Alltag integriert)
    • Uses and Gratification Approach
    • Nutzen- und Belohnungsansatz

      Abgrenzung zum „Wirkungsansatz“

      aktiver Rezipient, dem seine Bedürfnisse bewusst sind

      nutzt die Medien also zielgerichtet, intentional und initiativ

      Medien erfüllen für die Rezipienten bestimmte Funktionen.

      Medien können entsprechende Bedürfnisse befriedigen

      Selektion von Medienangeboten wird davon bestimmt

      Medienkonsum ist dabei eine von vielen Möglichkeiten, Bedürfnisse zu befriedigen.


      Abwägung von Alternativen zur Bedürfnisbefriedigung bzw. die Auswahl-entscheidungen zwischen verschiedenen Medienangeboten

      Gratifikationen wirken sich auf zukünftige Selektions-entscheidungen aus.

      Längerfristig entstehen so Muster/Routinen der Medienselektion.
    • Kritik: Medien werden aber auch intuitiv genutzt

    • Welche Phase in der
      Mediennutzungsforschung
    • präkommunikative Phase!
      →Abgrenzung ist nicht eindeutig
    • Welche Phase in der
      Rezeptionsforschung
    • bezieht sich auf die kommunikative Phase
    • Aneignungsforschung
    • postkommunikative Phase
      (wie wird die Mediennutzung in den Alltag integriert)
    • Motivationale Inventare
    • zahlreiche, heterogene Klassifikationen

      unterschiedliche Inhalte, in verschiedenen Medien, bei unterschiedlichen kulturellen Voraussetzungen

      Unterhaltung ⇔Information
    • Kritik: sehr globaler Ansatz. Was ist unterhaltsam? Information kann auch unterhaltsam sein
    • klassische Motivgruppen
    • kognitive Bedürfnisse: Suche nach Informationen, Orientierung, Umweltbeobachtung

      affektive Bedürfnisse: Entspannung, Erholung, Ablenkung (Eskapismus), Vergessen (von Problemen), Bekämpfung von Langeweile

      soziale Bedürfnisse: parasoziale Beziehungen (Beziehung zu Medienfiguren), Anschlusskommunikation

      Identitätsbedürfnisse: Selbstfindung, Suche nach Rollenvorbildern, Identifikation, Bestärkung von Werthaltungen, sozialer Vergleich („downward comparison“, abwärts gerichteter Vergleich, um sich besser zu fühlen)
    • Motive spielen eine Rolle bei der Selektion, aber noch andere Faktoren
    • Erfassung von Rezeptionsmotiven in Befragungen
    • Rationalisierung eines Verhaltens, über das man sich meist wenig Gedanken macht (leichter für Mediennutzungen, die mit Aufwand verbunden sind)

      Orientierung an bestehenden Meinungen über die Gründe von Mediennutzungen (fernsehen, um sich zu unterhalten)

      Tendenz zu sozial erwünschten Antworten (... um Zeit totzuschlagen)
      → Verschiebung hin zu kognitiven Bedürfnissen (sozial erwünschter und einfacher zu formulieren)
    • Unterschätzung der Komplexität
    • beim Medium an sich gesuchte Gratifikationen

      beim Medieninhalt gesuchte Gratifikationen

      Gratifikationen, die mit der Nutzungssituation zusammenhängen

      Mehrere Bedürfnisse gleichzeitig befriedigen wollen.

      Wechsel während der Mediennutzung denkbar.

      Das Angebot kann Bedürfnisse erst erzeugen.
    • Theorie der kognitiven Dissonanz
    • vornherein selektive Zuwendung zu Inhalten, um Informationen zu vermeiden, die Dissonanz hervorrufen können

      = Selective Exposure →Mood-Management

      Selective Exposure Paradigma:
      nicht zielgerichtet, sondern unbewusste Selektion, Vermeidung von dissonanten Informationen
    • Optionen zum Umgang mit Dissonanz
    • Änderung der eigenen Einstellung in Richtung der neuen, abweichenden Bewertungen;

      Ambiguitätstoleranz, also das Ertragen von Inkonsistenzen;

      Reduktion der Dissonanz durch aktive Informationssuche, Vermehrung konsonanter Elemente und dadurch Verringerung der dissonanten Elemente;
    • Heuristiken
    • Annäherungen oder Faustregeln, bei denen nur ein (mitunter sehr) kleiner Teil der verfügbaren Information verarbeitet wird.

      leistungsstarke Regeln, die bei geringem kognitivem und zeitlichem Aufwand eine ausreichende Entscheidungsqualität bieten.
    • Selektion als Entscheidung

      Forschungsanliegen der Entscheidungstheorie
    • ökonomischer Zweig: entwickelt Entscheidungsstrategien, mit deren Hilfe sich (möglichst gute) Management-Entscheidungen treffen lassen (im planerischen Bereich eine Rolle)

      kognitionspsychologischer Zweig: versucht herauszufinden, nach welchen Regeln Menschen tatsächlich entscheiden
    • Entscheidungsregeln
    • die Entscheidungen der Rezipienten werden als rationales Kosten/Nutzen-Kalkül eines homo oeconomicus gesehen, der dem Prinzip des geringsten Aufwands folgt.

      analytische Regeln: alle zur Verfügung stehenden Informationen (alle Merkmale aller Optionen) werden vollständig beachtet

      analytische Regeln (z.B. bei Kauf eines teuren Produkts) ⇔ unterschiedliche Heuristiken (z.B. bei Mediennutzungsselektion)
    • Recognition-Heuristik
    • Der Entscheider wählt einfach die Option aus, die er (wiederer-)kennt, das vertraute, bekannte wird angewandt

      Diese Heuristik benötigt sehr geringe kognitive Ressourcen.

      →Menschen wenden sie deshalb so oft wie möglich an
    • Satisficing-Heuristik
    • Der Entscheider arbeitet zunächst alle relevanten Merkmale der ersten Option ab.

      Option wird als gut bewertet, wenn diese innerhalb eines vorher festgelegten Schwellenwerts liegt.

      Sie wird dann ausgewählt, und zwar ohne weitere Alternativen zu evaluieren.

      z.B. Suchaschinen: einer der ersten Links wird angeklickt
    • adaptive decision makers
    • reichhaltiges Repertoire an Regeln, die je nach Situation eingesetzt wird

      Die Wahl einer Regel ist wiederum eine Entscheidung, ein Abwägen zwischen:

      häufig einfach Anwendung einer Regel, die erst kürzlich verwendet wurde

      →D.h. es geht nicht nur um die situative Angemessenheit einer Strategie, sondern auch um ihre kognitive Verfügbarkeit
    • Die Entscheidung für eine Heuristik ist also selbst heuristisch.

      Abwägung muss nicht rational sein, oft auch unbewusst
    • Bedingungen der
      Auswahl von Medienangeboten
    • Entscheidungen der Mediennutzung sind generell Niedrigkostensituationen.

      Bsp. Kino kostet Geld Zeit, daher eher nach analytischen Regeln (Rezension anschauen)

      Selektionsentscheidungen der Mediennutzung lassen sich ohne großen Verhaltensaufwand revidieren.

      → je einfacher revidierbar, desto heuristischer wird die Entscheidung logischerweise getroffen

      Mediennutzungsentscheidungen sind komplexe Entscheidungen

      also mit zahlreichen Optionen zur Entscheidung → je mehr Optionen, desto heuristischer

      Auswahlentscheidungen im Medienbereich sind nicht transparent.
    • Selektion als
      heuristische Entscheidung
    • Medienselektion findet meist in Niedrigkostensituationen statt,

      in denen Rezipienten soweit möglich ihren Gewohnheiten folgen.

      Medienangebote werden nur (sehr) oberflächlich evaluiert.

      Entscheidungen werden heuristisch gefällt.

      Zahlreiche Rezipienten Merkmale beeinflussen die Entscheidung.
    • Entscheidungs-Kriterien/Rezipienten Merkmale
    • - Situation (z.B. alleine oder in Gesellschaft)
      - Stimmung
      - Erfahrung
      - Interesse
      - Involvement
      (Wichtigkeit ⇔ Persönliche)